Kant_ine denkt nach mit Herlinde Pauer-Studer
Philosophisches Café: „Kant_ine denkt nach"
„Wozu noch Gewissen?"
Cornelia Mooslechner-Brüll im Gespräch mit Herlinde Pauer-Studer
🗓️ Datum: 12. Oktober
⏰ Uhrzeit: 19:00–20:30 Uhr
📍 Ort: Kant_ine VierZehn (Sargfabrik), Goldschlagstraße 169, 1140 Wien, Österreich
🎟️ Eintritt: Frei!
✍️ Anmeldung erbeten: bit.ly/philocafe
Fast alle glauben zu wissen, was das Gewissen ist – und kaum jemand kann es erklären. Ist es eine innere Instanz, ein Gefühl, eine Fähigkeit? Oder bloß verinnerlichte Erziehung, die sich moralisch nennt? Dieses philosophische Café nimmt einen Begriff ernst, auf den wir uns im Alltag ständig berufen, ohne ihn je geprüft zu haben. Gemeinsam mit der Moralphilosophin Herlinde Pauer-Studer fragen wir, was vom Gewissen bleibt, wenn Regeln, Recht und Compliance ohnehin alles zu ordnen scheinen – und was aus ihm wird, wenn Menschen in Institutionen nur noch ihre Rolle erfüllen.
Herlinde Pauer-Studer ist Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Wien. Sie arbeitet zu Ethik, politischer Philosophie und Rechtsphilosophie, mit einem besonderen Schwerpunkt auf moralisch verzerrten politischen und rechtlichen Systemen. Ihre vielbeachteten Studien zum Rechtsdenken im Nationalsozialismus zeigen, wie weit sich Unrecht organisieren lässt, ohne dass sich jemand zuständig fühlt – und machen die Frage nach dem Gewissen zu einer sehr gegenwärtigen.
Was ist das Gewissen überhaupt – eine innere Stimme, ein Gefühl oder schlicht das, was uns beigebracht wurde?
Kann ich mich auf mein Gewissen berufen, wenn es irrt? Und woran würde ich merken, dass es irrt?
Braucht es das Gewissen noch, wo wir Gesetze, Regeln und Verfahren haben?
Ist das schlechte Gewissen ein verlässlicher moralischer Kompass – oder einfach nur Schmerz?
Kommt und diskutiert mit uns. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!