„Bin ich ersetzbar?“
Über Liebe, Arbeit und die Frage, was Einzigartigkeit ausmacht
Mo, 18. Jänner 2027, 19:00 – 20:30
Fragen Sie jemanden, warum er Sie liebt, und Sie geraten in eine Falle. Nennt er Gründe – klug, warmherzig, verlässlich –, dann gilt die Liebe offenbar diesen Eigenschaften, und jemand mit denselben Eigenschaften in besserer Ausführung wäre die logischere Wahl. Nennt er keine, ist es Zufall. Beides trifft nicht, was gemeint war. Hannah Arendt schlägt einen Ausweg vor: Einzigartig macht uns nicht, was wir sind, sondern wer – und das zeigt sich nur in dem, was wir getan haben. Eine Eigenschaftsliste lässt sich kopieren, eine Geschichte nicht. Ob das trägt, entscheidet dieser Abend – und nebenbei stellt die Arbeitswelt gerade dieselbe Frage noch einmal neu.
Im Philosophischen Salon steht an jedem Abend eine Frage im Raum, die man sich sonst nur selbst stellt. Nach einem kurzen Impuls denken wir gemeinsam weiter – ohne Vorkenntnisse, ohne Zwang zur Wortmeldung und ohne die Absicht, uns auf eine Antwort zu einigen. Sechs Abende, sechs Fragen, jeder Abend für sich besuchbar.
Die weiteren Termine: 16. November, 14. Dezember, 18. Jänner 2027, 15. Februar, 22. März