Das war die Frühjahrstagung (BV-PP und IGPP)

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Über 40 Philosoph*innen in einem Raum - so mancher würde meinen, eine eher unlustige Konstellation - weit gefehlt! Entgegen der Diagnose eines Wolfram Eilenberger hat sich die Philosophie wieder als lebensnah und praktisch erwiesen. Die Philosoph*innen sind unterwegs: sie praktizieren im Einzelgespräch, in Gruppendialogen, in Cafés, Salonen, bei Wanderungen und in ihrer öffentlichen Funktion als gesellschaftskritische Beobachter*innen und Kommentator*innen aktueller Phänomene. 

Bei dieser Frühjahrstagung des BV-PP und der IGPP ging es um die Frage: "Was uns trägt...". Welche Denkbiografien liegen unserer Tätigkeit als philosophische Praktiker*innen zugrunde, was verstehen wir unter philosophischer Praxis, sind wir uns unserer Weltbilder und Überzeugungen ausreichend bewusst?

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Einige dieser Fragen und mehr wurde in einem neuen Format, dem World Café, behandelt. Eine äußerst inspirierende Form in einen Dialog in Kleingruppen zu treten. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, ließen Gemeinsamkeiten erkennen und Differenzen als produktive Spannungsfelder bestehen. 

Ute Gahlings hielt einen äußerst präzisen und öffnenden Vortrag zum Thema des Berufsethos in der philosophischen Praxis. Andere präsentierten ihre "philosophische Visitenkarte" und wieder andere stellten dankenswerter Weise Fälle aus der Praxis zur Diskussion zur Verfügung.

Die Tagung war insgesamt ein Abbild der Grundhaltung in der philosophischen Praxis: wertschätzend, herausfordernd, wohlwollend, achtsam, begeisternd, geistreich und vielfältig.

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Daher unbedingt vormerken: die nächste Gelegenheit mit philosophischen Praktiker*innen und Philosophie-Interessierten in einen Austausch zum Thema "Bildung" zu treten, bietet sich bereits im Herbst: das Herbstkolloquium der IGPP.

Wir sehen uns dort!