Ein philosophischer Salon zum Thema Glück

Aristoteles meint ja, das Glück wäre kein Zustand der Ruhe, sondern vielmehr ein Resultat des Tätig-seins. Na gut, also haben sich einige Menschen in den Salon begeben, um dort darüber zu sprechen. 

Zunächst stellten wir fest, dass es unterschiedliche zeitliche Dimensionen des Glücksbegriffes gibt: der Glücksmoment, die längere Dauer der Zufriedenheit und der Rückblick auf das Leben als ganzes. Wir einigten uns, dass vor allem letzteres eher mit dem Begriff des "gelungenen Lebens" oder wenn gegenwärtig gedacht, dem "gelingenden Leben" umschrieben werden sollte.

Dass dieses Leben nur dann als gelingend wahrgenommen werden kann, wenn auch etwas investiert wird, sprich wie bei Aristoteles weniger mit einem verharrenden Sein als vielmehr mit Handeln zu tun hat, auch das wurde allgemein bestätigt. Ob Beziehung, Weltwahrnehmung, Verbundenheit, Resonanz - all das braucht einen wachen, reflektierten und offenen Geist. 

Ansonsten gab es aber natürlich auch interessante Unterschiede: so wird Glück manchmal mit Liebe in Verbindung gebracht und Zufriedenheit eher mit Freundschaft. Für manche ist es eher eine Frage der Wahrnehmung und der Perspektive, für andere auch eine Frage des Wohlstands oder Luxus.

Glück ohne Unglück? - unmöglich. Leben bedeutet für viele das Durchschreiten von Tälern, um auch den Gipfel genießen zu können. Wir lernen und wachsen am Scheitern und den Stolpersteinen. Also sollten wir auch diese als das Erkennen, was sie sind: eine Chance, es anders oder besser zu machen.

Der nächste Salon kommt bestimmt! (nämlich am 31.3. zum Thema "Heimat") - Ich freue mich! Hier geht es zur Anmeldung.

Danke an all die spannenden Geschichten und Denkleistungen! Und danke an Gabi Stockmann (c) für die Fotos!

Dr. Cornelia Bruell1 Comment