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Tag der Philosophie: die Lüge

Philosophischer Salon zum Tag der Philosophie 15.11.2018 „Die Lüge“

Zum Thema:

Oft verwenden wir Begriffe, als ob wir uns alle darüber einig wären, was sie bedeuten. So ist es auch mit der Lüge. Doch geht es dann um den konkreten Fall, wird uns sehr schnell bewusst, dass es sich hier um ein vielschichtiges Phänomen handelt.

Der Blick auf die Lüge erweist sich nicht nur in kultureller Hinsicht als äußerst vielseitig. Auch philosophiehistorisch wurde die Frage nach der Verwerflichkeit der Lüge immer wieder anders beantwortet. In der Antike zum Beispiel, gibt es die Figur des bewunderten Lügenkünstlers, derjenige der alle mit List hinters Licht führt, so in der Figur des Odysseus. Heute sind wir vor allem im politischen und medialen Kontext mit der Frage der vorsätzlichen Täuschung (Fake News) konfrontiert.

Wir gehen in diesem Salon den individuellen Zugängen zur Lüge nach. Wie geht es uns selbst mit dem Thema Lügen? Was stört uns an der Lüge? Erwarten wir hier von anderen vielleicht mehr, als von uns selbst? Wie würde eine Welt ohne Lüge aussehen? Ist ein Leben ohne Lüge überhaupt möglich? Gehört zum Lügen Absicht? Was heißt „sich selbst belügen“? Wer ist hier der Maßstab? Gibt es „Lügen-Apparate“?

Was ist ein philosophischer Salon?

Zum Wesen einer demokratischen Gesellschaft gehören Debatte und Diskurs. Doch viel zu selten bietet sich die Gelegenheit sich über wichtige Zeitfragen und Phänomene auszutauschen. Einst war es der Salon, als Künstlertreff und Ort politischer Debatten, der solchen Begegnungen diente. Es ist Zeit, diese Tradition wieder aufleben zu lassen, um zivilgesellschaftliche Tugenden zu üben. Im philosophischen Salon kann diskutiert, nachgedacht, geschwiegen und auch gestritten werden. Im Salon wird die Philosophie praktisch.

Nach einer kurzen Einführung wird über das Thema diskutiert.

Frühere Veranstaltung: 26. Oktober
Herbstkolloquium der IGPP: Bildung